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ASD – „Blockbasta Tour“ // Revie...

ASD – „Blockbasta Tour“ // Review

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„In diesen vier Wänden lassen wir Magie entstehen“ – diese Songzeile erklärt in wenigen Worten was an diesem Abend passierte und unter welchem Motto dieses Konzert stand.

Ein moderner Klassiker, denn Afrob und Samy Deluxe waren nie weg und sind doch zurück. 12 Jahre nach dem Deutschrap-Klassiker Album „Wer hätte das gedacht“ bringen ASD diesen Sommer ihr zweites Studioalbum „Blockbasta“ raus. Zwei Ausnahmerapper aus einer Hip Hop Generation, in der Skills noch wichtiger waren als Images, die aber auf keinen Fall in ihrer damaligen Zeit hängengeblieben sind und sich gegenwärtig an der Spitze des Spiels bewegen – sozusagen ganz nach der Devise: „Früher Kopfnicker, heute nur noch Scheibenwischer“!

Doch einmal zurück gespult und auf „play“ gedrückt. Im Zuge ihrer „Blockbasta“-Tour, die am 13. November startete, sind wir vom Flashbackmagazin am Abend des 27. 11. in Kiel mit dabei, um uns von der einmaligen Energie dieser beiden Rap Legenden mit reißen zu lassen. 18.30 Uhr betreten wir das MAX und die Erwartung steigt, ob dieses Album, dass mit jedem Ton und jedem Drumschlag die Essenz von Hip Hop verkörpert, live genauso überzeugend ist. Beim ersten Blick auf die Bühne, die durch ein riesiges „ASD“-Symbol und durch die Silhouette dieser zwei starken Charaktere gekennzeichnet ist, schwingt Aufregung mit und diese steigt als ein DJ das Publikum mit aktuellen RnB und Hip Hop Beats einheizt.

Anschließend betrat ein sogenannter „William“ als Voract die Bühne, der mit seinen negativen und fast schon frauenfeindlichen Texten, nicht wirklich das gesamte Hip Hop Publikum ansprach. Es wurde also Zeit für Männer auf der Bühne, die was von ihrer Profession verstehen. Mit „Mensch gegen Maschine“ betreten der Hamburger und Stuttgarter die Bühne und mit ihnen der Sound, die Beats und die Bässe, die uns für 2 Stunden in eine andere Welt katapultieren.
Die erste Hälfte des Konzertes stand ganz unter dem aktuellen „Blockbasta“-Album. Tracks, wie „Antihaltung“, „Mittelfinga hoch“, „Airhorn“, „Legendär/Populär“, „Grosses Finale“ und natürlich auch „Tortellini Augen“, wurden in ihren live performances grandios gefeiert und sorgten für großartige Stimmung im MAX Kiel.

Als dann Songs, wie „Champions“, „ASD“, „Sag mir wo die Party ist!“, „Füchse“-Damn der Bericht könnte auch nur eine Auflistung von Tracks sein und würde damit genauso verdeutlichen, was wir hier versuchen zu sagen – ertönten, erreicht der Abend Höhepunkte. Mit dabei Vito, Mixwell und eine textsichere Audience. Als Zugabe durfte natürlich kein geringeres Lied fehlen als „Sneak Preview“, welches den ganzen Abend untermauerte. Durch und durch ein gelungenes Erlebnis. Die zwei sind absolute Entertainer, sind gemeinsam und solo dermaßen im Flow und harmonieren so zusammen, dass man alleine beim hinschauen einfach nur Spaß hat – kurz „Die Leute kriegen von euch Zwei nicht genug, ihr beide seid als Team einfach zu gut!“.

Kleine Kritik am Rande an das Kieler Hip Hop Publikum: Wenn ihr das nächste Mal einfach nur einen Ort zum Trinken sucht-geht feiern und wenn ihr Lust habt zu pogen-geht auf ein Rockkonzert, dann vermiest ihr den richtigen Fans, durch ständig anhaltendes Schubsen, auch nicht die Musik.

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Text & Foto/Video: Co-Bloggerin Sandra U.